Auf den Seiten des Departementarchivs der Touraine finde sich einige Aufnahmen deutscher Soldaten und Offiziere, die sich zwischen Ende Januar und Anfang März 1871 in Tours aufhielten. Diese Serie habe ich als Anlass genommen, die frisch erworbenen Kenntnisse zur Kolorierung von alten Fotografien anzuwenden. Sukzessive sollen alle Fotografien in kolorierter Form hier publiziert und kommentiert werden.

Bei der Recherche zu diesem Beitrag und den Uniformen der deutschen Soldaten haben mich die Sammler Wolfgang K. Hamann und Hans-Dieter Zimmer unterstützt, denen ich zu großem Dank verpflichtet bin.

Tours im Jahre 1870/71

Im Jahre 1870 lebten in der Hauptstadt des Départements Indre-et-Loire, die am Südufer der Loire zwischen Orléans und Bordeaux lag, etwas über 42.000 Einwohner. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, späterer Kaiser Friedrich III., beschrieb Tours in seinem Kriegstagebuch vom 19. Februar 1871 wie folgt:

Tours ist eine allerliebste, wohlhäbig aussehende Stadt, reich an hübschen Läden, Kais und Boulevards, und nimmt sich namentlich von der stattlichen Loirbrücke gesehen großstädtisch aus. An den aus später Gotik stammenden und durch noch spätere Zutaten verdorbenen Dom reihen sich die alten malerischen Stadtviertel mit uralten Gebäuden, ganz engen Straßen und bereit verwitterten, aber immer noch hübschen Verzierungen, welche einen Begriff von dem Tours des Mittelalters geben.

 Tours im Jahre 1870/71 (Zeichnung aus Illustrirte Kriegs-Chronik - Gedenkbuch an den Deutsch-Französischen Feldzug von 1870-1871, Leipzig 1871)

Vor dem Deutsch-Französischen Krieg war Tours Hauptquartier des 5. Armeekorps unter Marschall Baraguey d'Hilliers und beherbergte mehrere Truppenteile. Berühmtheit erlante Tours jedoch vor allem durch die Verlagerung der republikanischen Regierung Frankreichs nach Abdankung Kaiser Napoleons III. und der drohendenn Einschließung von Paris durch deutsche Truppen.

Dabei war Tours eine bevorzugte Wahl als Hauptstadt, da sie zum einen weit genug vom operativen Kriegsgeschehen war und zudem sehr gute Eisenbahnverbindungen in unterschiedliche Regionen Frankreichs besaß. Zudem besaß sie als Département-Hauptstadt eine ausreichende Infrastruktur, damit die Regierungsgeschäfte von dort aus ausgeübt werden konnten.

Schon eine Woche vor der endgültigen Einschließung von Paris am 19. September 1870 traf eine erste Regierungsabteilung in Tours ein, spekatkulär war aber die Flucht des französischen Innenministers Léon Gambetta aus Paris mit einem Heißluftballon am 7. Oktober 1870. Er wurde dann in Tours die treibende Organisationskraft der republikanischen Regierung und nahm auch die Position des Kriegsministers an. Tours wurde zu einem Zentrum der Aufstellung neuer Truppenteile wie die Armée de la Loire. Der französische Diplomat de Moüy beschreibt die Szenerie wie folgt:

J’ai encore devant les yeux le remous de cette multitude agitée : groupes inquiets et flottans ; débris de l’ancienne armée ; officiers et soldats des corps réorganisés ; troupes de la garde mobile ; francs-tireurs sérieux ou de fantaisie, revêtus de costumes bizarres ; sur la chaussée et les trottoirs, devant les cafés, aux alentours des bureaux de la Guerre et de l’Intérieur, partout où il y avait à surprendre une indication, une rumeur quelconque, on voyait aller et venir les passans tumultueux, se former des rassemblemens confus où s’improvisaient des discussions stratégiques, où se colportaient et se commentaient les nouvelles parmi la circulation du matériel de guerre. La ville débordait sous la pression d’une population imprévue, affairée et vibrante, des régimens qui séjournaient en attendant leurs ordres, de corps francs, parfois traînards ; il y avait là toute une armée de fonctionnaires civils venus de Paris, de journalistes en quête de détails émouvans, d’habitans des provinces voisines, et aussi de gens attirés par la présence d’une ombre de gouvernement, passionnés, prenant le vent, solliciteurs et curieux; et ces agglomérations se mêlaient en plein air, à grand bruit.

[Übersetzung M. Stein: Ich habe noch immer das Bild dieser aufgewühlten Menschenmenge vor Augen: unruhige, umherstreifende Gruppen; Überreste der ehemaligen Armee; Offiziere und Soldaten der neu formierten Truppen; Truppen der Gardes mobiles; ernsthafte oder fantasievolle Freischärler in bizarren Kostümen; auf der Straße und den Gehwegen, vor den Cafés, in der Umgebung der Kriegs- und Innenministerien, überall, wo man einen Hinweis, ein Gerücht aufschnappen konnte, sah man die aufgeregten Passanten hin und her eilen, sich zu unübersichtlichen Menschenansammlungen zusammenfinden, wo strategische Diskussionen geführt wurden, wo Nachrichten unter dem vorbeiziehenden Militär verbreitet und kommentiert wurden. Die Stadt quoll über von einem unerwarteten, geschäftigen und lebhaften Bevölkerungsansturm, von Regimentern, die auf ihre Befehle warteten, von Freikorps, die manchmal hinterherhinkten; Es gab dort eine ganze Armee von Beamten aus Paris, Journalisten auf der Suche nach aufregenden Nachrichten, Einwohner aus den benachbarten Provinzen und auch Menschen, die von der Anwesenheit einer Schattenregierung angezogen wurden, Leidenschaftliche, Windfänger, Bittsteller und Neugierige; und diese Menschenmengen vermischten sich unter freiem Himmel mit großem Lärm.]

Nachdem deutsche Truppen am 5. Dezember 1870 Orléans zum zweiten Mal einnahmen und damit auch Tours bedrohten, entschloss sich die republikanische Regierung am 8. Dezember zu einem erneuten Wechsel des Regierungssitzes, diesmal nach Bordeaux. 

Deutsche Truppen in Tours

Am 21. Dezember 1870 stehen Truppen des X. Armeekorps erstmals vor Tours, werden jedoch beim Einrücken in die Stadt aus den Häusern beschossen - bei dieser Aktion wurde der Generalstabsoffizier der 19. Infanterie-Brigade, Major von Scherff, schwer verwundet. Daraufhin wurden preußische Geschütze auf einem Platz der Vorstadt von Tours postiert und die Beschießung der Stadt begonnen. Schon einer der ersten Schüsse brachte traf das Rathaus, eine weiße Fahne auf dem Dach war die sofortige Reaktion des Bürgermeisters von Tours. Dieser bat um Schonung der Stadt und da die deutschen Truppen aber ohnehin (noch) nicht eine Besetzung von Tours vorsahen, zogen diese sich wieder auf Vendome und Blois zurück.

Am 19. Januar 1871 marschierten die 1. Kavallerie-Divsion und die 38. Infanterie-Brigade in Tours ein und besetzten die Stadt. Mit Eintritt des Waffenstillstandes am 31. Januar 1871 wurde verfügt, dass vom X. Armeekorps das Hauptquartier, die Reste der 19. Infanterie-Division sowie die Korpsartillerie nach Tours verlegt werden. Die 20. Infanterie-Divsion sollte mehrere Städte und Orte zwischen Tours und Le Mans besetzen. Am 4. Februar 1871 erreichten alle Truppenteile ihre befohlenen Ort, am 7. Februar wurde dann noch das Hauptquartier der 2. Armee unter Friedrich Karl von Preußen nach Tours verlegt.

Dort verblieben die deutschen Truppen bis zum 5. März 1871, dem Beginn des Rückmarsches gemäß der Friedensbestimmungen zwischen dem republikanischen Frankreich und dem neu gegründeten deutschen Reich.

Mehr Details zu den deutschen Truppenteilen in Tours werden mit der Veröffentlichung der Fotografien aus dem Départementarchiv genannt.

Fotoatelier Gabriel Blaise

Die deutschen Soldaten und Offiziere haben sich während ihres Aufenthalts im Atelier von Gabriel Blaise (1827-1897) fotografieren lassen. Dies ist insofern nicht verwunderlich, als Blaise damals das best ausgestattete Atelier in Tours besaß und auf eine schon lange Erfahrung als Fotograf bauen konnte. Blaise wurde in Paris geboren und 1840 als Waise nach Tours zu Verwandten der Mutter gebracht.

Dort erhielt er zunächst eine Ausbildung als Lithograph und erlernte Techniken, die der späteren Fotografie nahekamen. Am 5. Mai 1859 eröffnete Blaise sein erstes Fotoatelier in Rue Royale, Nummer 38, in dem er seinem Verständnis als "Artiste", d.h. Künstlerischer Fotograf, die Techniken des Fotografierens perfektionierte. Kennzeichen seiner Arbeit war die Nutzung eines 1860 erfundenen Kohleverfahrens, mit dem lichtbeständige, tiefschwarze Abzüge erzielt werden konnten.

Im Mai 1866 erwarb Gabriel Blaise ein größeres Ateilier in der Rue de la Préfecture, Nummer 6, das damals größte Aufnahmeatelier in Tours. Fotografien von Blaise wurden auf mehreren großen Ausstellungen präsentiert, auf denen er zwischen 1859 und 1869 fünf Medaillen als Auszeichnung erhielt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die in Tours befindlichen deutschen Truppen das größte und renommierteste Atelier der Stadt aufsuchten, um sich dort fotografieren zu lassen.

Mikrofotografie und Brieftauben

Bevor es an die Veröffentlichung der bearbeiteten Portraits deutscher Soldaten und Offiziere geht, soll hier noch eine besondere Rolle Gabriel Blaises in der Geschichte des Mikrofilms gewürdigt werden. Denn die Kommunikation zwischen der republikanischen Regierung in Tours und dem eingeschlossenen Paris musste neu organisiert werden.

Als infrage kommender Botendienst wurde sich schnell auf Brieftauben geeinigt, zumal in Paris eine rege Kultur von Brieftaubenzüchtern vorhanden war. Daher wurden Brieftauben in Käfigen per Heißluftballons aus Paris transportiert und nach Tours gebracht. Dort stellte sich jedoch das Problem, dass Tauben für den Rückflug nur wenig Gewicht mit transportieren konnten. Die in Tours eingerichtete Direktion für Post- und Telegrafiedienste beauftragte die Einrichtung eines Brieftaubendienstes zur Übermittlung sogenannter "Pigeongramme". Dabei sollten von Tours nicht nur die Nachrichten oder Briefe der Regierung, sondern auch von Privatpersonen und Einrichtungen des sonstigen, nicht von deutschen Truppen besetzten, Frankreichs nach Paris verschickt werden.

Die zu übermittelnden Nachrichten wurden anfänglich von Hilfskräften abgeschrieben, Leerräume dabei vermieden. Die Seiten mit den komprimierten Texten wurden auf Pappen geklebt und dann von Gabriel Blaise fotografiert. Ihm gelang eine Reduktion von zwei Seiten auf eine einzelne Druckseite. Durch ein Duplex-Verfahren konnten doppelseitige Schriftstücke mit vier fotografierten Seiten erstellt werden - nach einem anfänglichen Format von 40 x 50 mm gelang Blaise noch eine Optimierung auf 40 x 75 mm. Nach Freigabe der so erstellten verkleinerten Dokumente wurden sie an Schwanzfedern von Brieftauben befestigt, die sie dann nach Paris zu ihren Schlägen transportierten. Um den Verlust von Nachrichten zu vermeiden, wurde gleiche Schriftstücke von mehreren Tauben verschickt. Dort entnahmen die Besitzer der Brieftauben die Dokumente und überbrachten sie dem Büro des Generals Trochu. Mittels Lupen wurden die Texte dann auf Formulare des Telegrafie-Amtes übertragen und an die Adressaten übermittelt.

Zwischen dem Start des Brieftaubendienstes am 4. November 1870 und dem 11. Dezember 1870 erstellte Blaise insgesamt 59 Duplex-Abzüge mit etwa 9.800 Nachrichten. Sein Verfahren war allerdings zu aufwändig, da die Belichtungszeit mehr als zwei Stunden betrug.

Das Prinzip der Mikrofotografie wurde weiter durch René Prudent Patrice Dragon perfektioniert, der am 12. November 1870 Paris per Ballon verließ und am 21. November in Tours ankam. Sein Verfahren war deutlich effizenter, denn mit einer Belichtungszeit von nur zwei Sekunden und der Fixierung auf einen transparenten Film konnten zum einen deutlich mehr Inhalt zum anderen deutlich leichtere Medien übermittelt werden. Die transparenten Filme wurden in Paris zwischen zwei Glasplatten gelegt und über eine elektrisch betriebene "Laterne magique" auf eine Wand projiziert. Schreiber lasen die so vergrößerten Texte ab und übertrugen sie auf Telegrafie-Formulare.

Transkription von "Pigeongrammen" in Paris 1870/71 (Druck aus Paris Assiégé 1870-1871, Paris 1898)

Deutsche Infanterie in Tours

Aus dem oben Beschriebenen war im Februar 1871 bis zum Rückmarsch ab dem 5. März 1871 die 19. Infanterie-Division (General-Lieutenant von Schwartzkoppen) des X. Armeekorps direkt in Tours stationiert. Die 19. Infanterie-Division gliederte sich in die 37. und 38. Infanterie-Brigade. Die folgende Tabelle listet die dort enthaltenen Infanterie-Regimenter auf.

37. Infanterie-Brigade Ostfriesisches Infanterie-Regiment Nr. 78
Oldenburgisches Infanterie-Regiment Nr. 91
38. Infanterie-Brigade 3. Westphälisches Infanterie-Regiment Nr. 16
8. Westphälisches Infanterie-Regiment Nr. 57

 

Die in der 20. Infanterie-Division (General-Major von Kraatz-Koschlau) eingegliederten 39. und 49. Infanterie-Brigade war zwar außerhalb von Tours stationiert, aber die von Gabriel Blaise angefertigten Aufnahmen braunschweigischer Soldaten und Offiziere zeigen, dass auch diese Tours aufsuchten. In diesen Brigaden waren organisiert:

39. Infanterie-Brigade 7. Westphälisches Infanterie-Regiment Nr. 56
3. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 79
40. Infanterie-Brigade 4. Westphälisches Infanterie-Regiment Nr. 17
Braunschweigisches Infanterie-Regiment Nr. 92
Hannoversches Jäger-Bataillon Nr. 10

 

Weitere Informationen zur Struktur der Divisionen innerhalb des X. Armeekorps, das zur II. Armee des Prinzen Friedrich Karl gehörte, sind der veröffentlichten Ordre de Bataille zu entnehmen.

Füsilier des Ostfriesischen Infanterie-Regiments Nr. 78

Unter den Aufnahmen von Gabriel Blaise findet sich die Fotografie eines Füsiliers mit dem Namen Kessler. Allerdings ist die Zuordnung des Archivs falsch, denn es handelt sich nicht um einen Soldaten des 1. Hanseatischen Infangerie-Regiments Nr. 75, das nicht Teil des X. Armeekorps war. Wahrscheinlich wurde die handschriftlich ergänzte "78" mit "75" verwechselt. Es handelt sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Füsilier des Ostfriesischen Infanterie-Regiments Nr. 78, einem der durch Gebietserweiterung Preußens nach dem Krieg von 1866 neu formierten Infanterie-Regimenter.

Der angezeigte Schieberegler auf der Abbildung kann zwischen dem Originalbild und der kolorierten Version verschoben werden.

Original 1871 Kolorierte Version

Der Soldaten mit dem für Füsilieren typischen schwarzen Lederzeug zeigt sich in seiner Feldmontur mit dem zusammengerollten und über der linken Schulter getragenen Mantel. Der Helm ist vom Modell 1860 mit eckigem Augenschirm und Kreuzblatt, sein Zündnadelgewehr ist mit der sichtbaren Kolbenbacke als M41 zu identifizieren. Die Kennzeichnung des Regiments Nr. 78 waren am Waffenrock die weißen Schulterklappen und hellblauen Vorstöße an den Patten der ponceauroten, brandenburgischen Aufschlägen. Der Rock zeigt deutlich den gebrauchten, verblichenen Zustand. Als privates Stück trägt der Füsilier die bei preußischen Soldaten beliebte Pfeife

Das Ostfriesische Infanterie-Regiment Nr. 78 nahm an den Schlachten und Gefechten von Vionville, Gravelott, Beaune la Rolande, Josnes, Monnaie, Le Mans, Conlie und St. Jean sowie an der Belagerung von Metz teil. Dabei fielen 3 Offiziere, 13 Unteroffiziere, 1 Bataillons-Tambour, 1 Spielmann und 118 Soldaten. Verwundet wurden 29 Offiziere, 45 Unteroffiziere, 1 Bataillons-Tambour, 11 Spielleute und 426 Soldaten.

Offizier eines Infanterie-Regiments

Eine weitere Aufnahme zeigt einen nicht mit Namen gekennzeichneten Offizier eines Infanterie-Regiments. Der sehr helle Pattenvorstoß auf dem Original könnte auf ein Infanterie-Regiment mit weißem Vorstoß schließen lassen - der Offizier könnte daher von einem der vier Westphälischen Infanterie-Regimenter stammen, deren Kennzeichnung hellblaue Schulterklappen und weiße Pattenvorstöße an den Aufschlägen waren. Die Bezeichnung "Westphälisch" ist ihrer historischen Aufstellung zu verdanken, die Regimenter Nr. 16, 17, 56 und 57 hatten 1870 ihre Garnisonen im ehemaligen Königreich Hannover stationiert.

Original 1871 Kolorierte Version

Zwar lässt sich anhand der angelegten Feldachselstücke der genaue Dienstgrad des abgebildeten Offiziers nicht identifizieren, aber die Uniformierung und Ausrüstung mit Reithosen sowie Stiefeln mit Sporen könnte auf einen Stabsoffizier schließen lassen - nur diesen war die Nutzung eines Reitpferdes gestattet. Er trägt den Kavalleriesäbel M/52 in Eisenscheide, der aber auch bei berittenen Infanterieoffizieren beliebt war. Die Ateliersituation könnte aber auch genutzt worden sein, nicht vorschriftskonforme Stücke nur für die Aufnahmen anzulegen. Korrekt trägt er den Waffenrock mit den für Offiziere vorgesehenen unteren Knöpfen der Aufschläge.

Die Ordensschnalle führt die Bänder von zwei verliehenen Auszeichnungen, das rechte schräge Band könnte vom Eisernen Kreuz 2. Klasse rühren. Am linken Band mit gleicher Schattierung im Originalfoto sind zwei aufgesetzte, gekreuzte Schwerter zu erkennen, daher könnte es sich hier um einen Kronen-Orden oder einen Roter-Adler-Orden, jeweils mit Schwertern, handeln. Beide Orden wurden an schwarzen Bändern mit weißen Streifen getragen.

Literatur
  1. Les casernes du centre de Tours. Tome 1 - Les casernes en histoire. Februar 2009.
  2. Gabriel Blaise. Internetseite Des photographies en France (1839-1939), https://portraitsepia.fr (zuletzt aufgerufen am 1.3.2026).
  3. Claretie, Jules: Récits de Guerre - Paris Assiégé 1870-1871. Paris 1898.
  4. de Moüy, Charles: Souvenirs d'un diplomate - La délégation des affaires étrangères à Tours et à Bordeaux (1870-1871). In: Revue des Deux Mondes, 1903, Seiten 241-275.
  5. Fellrath-Bacart, Francine: Tours et la Loire - un spectacle éblouissant pour les officiers prussiens (1870-1871). In: Bois, Jean-Pieres (Hrsg.), La Loire, la guerre et les hommes. Rennes 2013.
  6. Lenz, W.: Das Zehnte Armee-Corps im Kriege gegen Frankreich 1870-1871. Bremen 1872.
  7. Luther, Frederic: Microfilm - A History 1839-1900. Annapolis 1959.
  8. Meisner, Heinrich Otto: Kaiser Friedrich III. Das Kriegstagebuch von 1870/71. Berlin und Leipzig 1926.
  9. Stein, Markus und Bauer, Gerhard: Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 - Uniformierung und Ausrüstung der deutschen Armeen. Wien 2020.
  10. von Busse, O.: Erinnerungen des Ostfriesischen Infanterie-Regiments Nr. 78 aus den Jahren seiner Formation und des Feldzugs gegen Frankreich. Emden und Aurich 1872.